Schatten

Autoreninfo zu Karin Alvtegen

Karin Alvtegen wurde 1965 in Huskvarna, Schweden geboren. Bevor sie mit „Schuld“ ihren ersten Kriminalroman schrieb, arbeitete sie als Drehbuchautorin. Anders als ihre Großtante Astrid Lindgren widmet sich Karin Alvtegen der dunklen, der abgründigen Seite der menschlichen Seele. Scham, Schuld, Seitensprünge: Wie eine Chirurgin seziert die heute in Stockholm lebende Schriftstellerin die Unzulänglichkeiten, Einsamkeiten und Nöte ihrer Figuren. Die sind Grenzgänger, Randfiguren und operieren oft am Rande des Wahnsinns. Mit ihren eindringlichen Psychogrammen hat sich Karin Alvtegen an die Spitze der Bestsellerlisten geschrieben. Ihr Kriminalroman „Schatten“ erscheint nun erstmals im Taschenbuch.

Buchinfo zu „Schatten“

Die Ragnerfeldts sind eine schrecklich nette Familie. Da wäre, allen voran, Axel Ragnerfeldt, Literaturnobelpreisträger und tadelloser Ehrenbürger Stockholms, der ein bitteres Schicksal erleidet: Nach einem Schlaganfall ist er eingesperrt in einem bewegungsunfähigen Körper, doch sein Geist funktioniert unbarmherzig weiter. Was umso belastender ist, als ihn ein Familiengeheimnis quält, das plötzlich neue Brisanz bekommt: Als seine frühere Haushälterin Gerda Persson stirbt, macht Axels Sohn, Jan-Erik, nämlich eine ungeheure Entdeckung. Auf der Suche nach einem Foto der Verstorbenen stößt er auf alte Schriftstücke in seines Vaters Haus, die sein Weltbild ins Wanken bringen.

Karin Alvtegen legt kunstvoll Schicht für Schicht der familiären Verkrustungen frei und hält den literarischen Scheinwerfer dort drauf, wo’s richtig weh tut: trinkende Eheleute, einsame Kinder, gebrochene Egos, ungestillte Sehnsüchte. Und über all den zwischenmenschlichen Grabenkriegen liegt der Schatten des großen Schriftstellers, der am Ende seines Lebens um die blütenweiße Weste bangt. Hätte er die Papiere bloß gleich verbrannt! Damals, nach der Sache mit Halina. Nicht auszudenken, wenn sie jemand fände. Und so hofft das in sich selbst eingesperrte Genie, dass niemand den Müllsack beachtet, den er kurz vor seinem Hirnschlag in der Kammer abstellte. Schließlich hängt sein ganzes schriftstellerisches Renommee davon ab. Doch zuletzt stirbt nicht nur die Hoffnung …

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